Rebellische Gründerinnen

  Aller Anfang ist schwer und der Weg hierher war nicht immer einfach für uns. Aber wir würden um keinen Preis der Welt etwas daran ändern. Unsere Erfahrungen haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind - und wir haben auf dem Weg viel gelernt. Davon profitieren heute auch andere Frauenschützenvereine. 

Der Gründungsvorstand 1992
1. Vorsitzende: Ute Hermes
2. Vorsitzende: Annette Diesen
1. Schriftführerin: Gretchen Heidrich
2. Schriftführerin: Charlotte Herdering
1. Kassiererin: Anne Lütje
2. Kassiererin: Eva Lücke
Fahnenträgerinnen: Elke Focke, Elke Krude, Klärchen Zwingmann

The First ones

Entgegen des massiven Widerstands einiger Männer und den zum Teil sehr herben Kommentaren an den Theken der Metelener Gastwirtschaften, gründeten im Jahre 1992 fünf unerschrockene und mutige Frauen einen Frauenschützenverein in Metelen:
Gretchen Heidrich, Eva Lücke, Rita Lücke, Anne Lütje und Angelika Holtkamp.

Die Gründung der Frauenschützen

Die Idee entstand bei einem Besuch einer Abordnung des Nordwalder Frauenschützenvereins in Metelen. Aus der Begeisterung über den Frauenschützenverein entstand unmittelbarer Tatendrang: Es wurde Kontakt zu den Schützenschwestern aus Nordwalde aufgenommen und die Wahl des Vereinslokals wurde diskutiert -Charlotte Herdering, Inhaberin des Hauses “Herdering-Hülso” signalisierte ihre Zustimmung. 

Das erste Treffen fand somit am 11.10.1991 statt. Die sechs Frauen ernteten argwöhnische Blicke bezüglich ihres Vorhabens.


 Insbesondere ein bestimmter Herr (dessen Name an dieser Stelle nicht genannt werden soll), schlich mehrmals um das Haus der Vereinswirtin, um das Geschehen unter Kontrolle behalten zu können. Geholfen hat dies jedoch nicht, wie der weitere Verlauf der Geschichte beweist..

...das weitere Geschehen

 Nach dem ersten Treffen der mutigen Frauen, war der Gedanke der Gründung eines Frauenschützenvereins in Metelen erst recht nicht mehr aus den Köpfen herauszubekommen. Das zweite Treffen fand am 06.12.1991 statt. Hier trafen sich bereits schon 13 interessierte Frauen, um die Gründung ins Rollen zu bringen.  

 Es war auch ein Mann anwesend, welcher jedoch als Nikolaus verkleidet nur Gutes im Schilde führte. Er wünschte dem Frauenschützenverein viel Erfolg bei der Umsetzung des anvisierten Vorhabens und erklärte, dass aus seiner Sicht ein Frauenschützenverein in Metelen ohnehin fehlen würde. 

 Gestärkt durch diese himmlische Ermunterung wurde der Name des Vereins bestimmt und die ausgearbeitete Satzung einstimmig angenommen. 

Jede Schützenschwester spendet demnach mit ihrem Jahresbeitrag einen Teil für einen gemeinnützigen Zweck, welcher den möglichst in unserem Ort Metelen zugutekommt. Eine weitere Besonderheit der Satzung besteht darin, dass es den jeweiligen Königinnen freisteht sich einen König zum Mitregenten zu erwählen -oder auch nicht!

Somit war der Frauenschützenverein der Friduwi-Frauen-Metelen gegründet.